Informationen zum Friedhof

Wer kann auf dem Pfarrfriedhof bestattet werden?

Unser Friedhof wird zwar von der Kath. Pfarrgemeinde getragen und verwaltet, jedoch werden selbstverständlich auch Menschen, die nicht zur Katholischen Kirche gehören, dort bestattet.
Die Pfarrei übernimmt im Bereich des Bestattungswesens eine Pflichtaufgabe der Marktgemeinde Bodenmais.

Wieso gibt es auf dem Friedhof eine Ruhefrist?

Als Ruhefrist bezeichnet man den von der Friedhofsverwaltung festgelegten Zeitraum, in dem eine Grabstelle nicht neu belegt werden darf. Die Ruhefrist ergibt sich aus den Regelungen des Bayrischen Bestattungsgesetzes. In Bodenmais beträgt die Ruhefrist 15 Jahre.
Die Kostenträger für die Bestattung (in der Regel die Verwandten) müssen für die Wahrung der Ruhefrist sorgen, in dem die Grabstelle bis zum Ablauf der Ruhefrist gepachtet (landläufig auch „bezahlt“) wird.

Welche Möglichkeiten der Bestattung gibt es auf dem Pfarrfriedhof?

Auf dem Pfarrfriedhof stehen folgende Möglichkeiten zur Bestattung zur Verfügung:

  • Erdbegräbnis in einem Einzel- oder Doppelgrab.
  • Urnenbegräbnis in einem Einzel- oder Doppelgrab.
  • Urnenbestattung in der Urnenwand.
  • Urnenbestattung im Urnengrabfeld.

Meine Angehörigen haben keine Möglichkeit zur Grabpflege. Welche Möglichkeiten gibt es?

Mit der Grabpflege kann jede Gärtnerei beauftragt werden. Dazu gibt es folgende weitere - sehr sinnvolle Möglichkeiten:
In der Nähe der Urnenwand befindet sich das Urnengrabfeld. Dort werden die Urnen in der Erde bestattet und eine kleine Tafel im Boden erinnert an den Verstorbenen. Hierbei fällt keine Grabpflege an. Diese Form der Bestattung ist aus vielen Gründen einer Bestattung in der Urnenwand vorzuziehen, da nach Ablauf der Nutzungszeit der Urnennische die Urne ein zweites Mal bestattet werden muss.

Kann ich mir eine Grabstelle auch schon zu Lebzeiten aussuchen?

Natürlich! Unser Friedhofspersonal kann Ihnen Grabstätten zeigen, die derzeit frei sind. Eine Vorreservierung ist nicht möglich, jedoch können Sie die Grabstätte – auch ohne aktuellen Sterbefall – jederzeit pachten.

Wie müssen die Grabstätten gestaltet werden?

Über die Gestaltung der Grabstätten gibt Ihnen die Friedhofsordnung Auskunft. Es wäre jedoch schön und wünschenswert, wenn auch traditionelle schmiedeeiserne Grabkreuze oder Grabdenkmale mit Glaselementen den teuren Grabdenkmalen aus importierten Granit vorgezogen werden würden.

Warum müssen Grabstätten auf ihre Sicherheit geprüft werden?

Die VSG 4.7 ist die Grundlage der Gartenbau-Berufsgenossenschaft für die Prüfung von Grabmalen auf Standfestigkeit bei Friedhöfen und Krematorien
Der §9 VSG 4.7 lautet:
"Der Unternehmer (Friedhofsträger) muss sicherstellen, dass
1. Grabmale und Fundamente nach den anerkannten Regeln der Baukunst errichtet werden
2. Grabmale jährlich mindestens einmal auf ihre Standfestigkeit überprüft werden. Das Prüfergebnis ist schriftlich festzuhalten. Nicht standfeste Grabmale sind zu sichern oder zu entfernen."

Das Überprüfen der Grabdenkmale auf ihre Standsicherheit ist also kein Willkürakt, sondern eine gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme.
Die Prüfung auf dem Pfarrfriedhof wird von dafür ausgebildeten und spezialisierten Firmen durchgeführt. Fragen zur Prüfung selbst richten Sie bitte an die ausführende Firma.

Die Standsicherheitsprüfung wird rechtzeitig per Aushang und im Pfarrblatt angekündigt. Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, bei der Prüfung  dabei zu sein.

Mein Grabstein wackelt nicht – warum muss ich ihn trotzdem sichern lassen?

In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Grabdenkmale äußerlich gut ausschauen, bei der vorgeschriebenen Prüfung von 0,3 kN der Drucklast aber nicht standhalten.

Zur Standsicherheitsprüfung

Wir waren allesamt erstaunt und erschrocken, als wir die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung zur Standsicherheit auf unserem Friedhof durchführen haben lassen. Jeder, der dabei war, konnte es erleben: Ein nicht sonderlicher starker Druck auf so manchen Stein genügte, dass er sofort bedrohlich zu kippen begann. Nicht auszudenken, wenn bei einer Beerdigung Menschen dicht gedrängt bei den Grabsteinen stehen, jemand stützt sich ab und …
Der von uns beauftragte Sicherheitsingenieur war, so sagte er, selber erstaunt über den Zustand so vieler umsturzgefährdeter Grabmale. Das hätten wir uns nie gedacht.
Der Grund dafür? Wir waren erstaunt und erschrocken, dass folgende Geschichte kein Einzelfall ist: Ein Nutzungsberechtigter hat vor drei Jahren seinen Grabstein renovieren lassen. Jetzt stellt der Prüfer fest, dass der Grabstein „locker“ ist.
Vielleicht liegt es an folgendem Problem: Bei der Prüfung zeigte sich, dass bei vielen Grabmalen die Steinmetze oder der Steinmetz nicht nach den Bau- und Sicherheitsvorschriften gearbeitet hat. Umso größer ist da der Ärger, da sich ja jeder Nutzungsberechtigte auf seinen Fachbetrieb verlässt.
Dabei ist uns ein kleines Beispiel in den Sinn gekommen: Ein Fahrer bringt sein Auto in eine Fachwerkstatt zum Kundendienst. In der Woche darauf stellt der TÜV am Auto mehrere Mängel fest…
Letztlich – und darum gibt es die gesetzlichen Vorgaben – geht es um unser aller Sicherheit.
Und ein verhinderter Unfall ist immer noch besser als ein glimpflich ausgegangener.

Kontakt

Logo Pfarreiengemeinschaft

Kath. Pfarrei Maria
Himmelfahrt Bodenmais
Kath. Pfarrei
St. Nikolaus Böbrach
Marktplatz 10 Bodenmaiser Str. 21
94249 Bodenmais 94255 Böbrach
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
09924 904000 09923 1373